20- 21 .08 Ilha Deserta 4 Bft sonnig

IMG_3383 IMG_3381 IMG_3358 IMG_3354Gestern Mittag nach dem Einkaufen von Verpflegung und nach Wasser- und Dieseltanken legen wir mittags ab zu den Ilhas Desertas, einer 25 Seemeilen vorgelagerten kleinen Inselgruppe vulkanischen Ursprungs, die seit einigen Jahren unter Naturschutz stehen – vor allem wegen den seltenen Mönchsrobben. Eine genussvolle Überfahrt mit dem bunten großen Spinnaker-Segel, mit Sonnenbaden an Deck, mit Baden am Seil hinter dem fahrenden Boot…. und ich (Amelie) darf zwischendrin steuern. Seit über 20 Jahren das erste Mal. Juchuu.

Am frühen Abend erreichen wir die karge Inselgruppe mit beeindruckender vielfarbiger Steilküste und interessanten Höhlenformationen. In einer kleinen Ankerbucht gehen wir neben ein paar anderen Schiffen vor Anker. Mit dem kleinen faltbaren Beiboot „La petit banana“ rudern wir etappenweise an Land zur Naturschutzstation. Dort erfahren wir dass die Inselgruppe vor 2-5 Mio. Jahren entstanden ist. Die Mönchsrobben wurden früher gejagt und waren dadurch auf 8 Tiere dezimiert. Die Naturschützer haben die Population wieder auf ca. 40 Tiere gebracht.

Simon und Daniel sind die Abenteuerlustigsten und erkunden die Höhlen bereits mit „“La petit banana“, während Bea leckere Pfannkuchen macht(Käse und Wiener Art und…).

Abendessen an Deck zwischen Nieselregen und Sonnenuntergang. Hier im Atlantik bleiben die Wolken auch an den kleinsten Inseln schon hängen und regnen ab. Das Abendlicht verzaubert die Felsküste noch mal in ein spezielles Fabenspektakel.

Im Dunkeln nochmal Badesession in leuchtendem Plankton – was für ein magisches Erlebnis! Jeder Sprung ins Wasser wird mit tausend Unterwasser-„Funken“ belohnt. Jede Bewegung zieht eine funkelnde Bahn nach sich.

Erfüllt legen wir uns in unsere Kojen und lassen uns sanft durch die Nacht schaukeln.

Heute morgen nach dem Frühstück erkunden wir in 3er Trupps nacheinander ausgiebig mit dem Beiboot die fantastische Höhlenlandschaft in der Steilküste. „Noch weiter rein, noch weiter ins Dunkle….“. Wenn es nach Simon ginge hätten wir den ganzen Tag hier verbracht, aber wir wollen Mittags wieder nach Madeira rübersegeln. Der krönende Abschluss an den Ilhas desertas ist unsere Schnocheltour entlang am Kliff. Wir haben zwar keine Mönchsrobben gesehen, aber dafür eine Vielzahl wunderschöner Fische in vielen Größen und Farben. Zuletzt habe ich so eine Farbenpracht in den Tropen erlebt.

Gegen 14 Uhr machen wir das Schiff „klar“ und stechen in See. Der Wind frischt immer mehr auf und wir haben eine ordentliche Dünung. Ich übe mich im Steuern bei diesem Wind- und Wellengang. Ganz schön aufregend und herausfordernd! Die Windgeschwindigkeit ist in den Böen bis zu 30 Knoten (ca. 55 km/h), das Boot kränkt kräftig (geht in starke Schieflage). Wir müssen die Segel immer mehr reffen, Schwimmwesten anlegen und uns sicherheitshalber an Deck festbinden, damit niemand von Bord fallen oder gespült werden kann. Ich bin froh das Steuer irgendwann an Pedro abgeben zu können. Simon verkriecht sich unter Deck und schläft, nachdem sein Schimpfen auf das Geschaukel nicht gefruchtet hat. An Deck ist es ihm ein bisschen zu unheimlich. Außerdem wird man von überschwappenden Wellen klatschnass. Wir scheinen das einzige Segelboot weit und breit zu sein, dass heute nachmittag diese Strecke gefahren ist.

Gegen 19 Uhr laufen wir in den Hafen der Hauptstadt Funchal ein und freuen uns nach dem Seegang auf einen ruhigen Liegeplatz für die Nacht. Die Männer gehen in die Stadt Essen. Bea, Simon und ich bleiben an Bord, Reinhard spendiert uns dreien dafür ein Abendessen a la carte, was uns der Kellner des Hafenrestaurantes an Bord serviert. Welch Luxus! Danke!         Amelie

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