Mit Delphinen schwimmen

Mittwoch, 24.08. Früh am Morgen laufen wir aus. Heute werden wir Madeira verlassen und die 80 Seemeilen nach Porto Santo übersetzen. Wir rechnen mit 12 – 16 Stunden Fahrzeit, je nachdem wie die Windverhältnisse sich entwickeln. Nach einigen Seemeilen unter Segel flau der Wind soweit ab, dass wir motoren müssen. Und plötzlich tauchen sie auf. Zahllose Finnen um uns herum. Diesmal sind es nicht die kleinen Fleckendelphine sondern die großen Tümmler. Wir singen und pfeifen und sie pfeifen zurück. 2-3 Stunden später werden wir noch einmal beschenkt. Eine weiter große Schule von Fleckendelphinen begleitet uns, dreht ab, kommt wieder und immer wieder ans Boot heran. Diesmal zeigen sie sich sogar mit ihrem Nachwuchs. Daniel, Beatrice und Simon springen mit ihren Tauchermasken ins Wasser und lassen sich vom Tau hinterherziehen. Mehrmals nähern sich ihnen die Delphine unter Wasser und klicken sie mit ihrem Sonar ab.

P1080226 P1080211 IMG_3510 IMG_3472 IMG_3438 IMG_3433 IMG_3435 IMG_3487

Wow, was für eine Überfahrt!!

Bald danach frischt der Wind so auf, dass wir wieder Segel setzen können. Madeira entfernt sich immer mehr im rosaroten Abendlicht und wir segeln in die Dunkelheit. Die Silhouette von Porto Santo zeichnet sich am Horizont ab. Abendessen wird heute auf See gekocht – der aufgehängte Herd macht es möglich. Es ist unsere erste Nachtfahrt seitdem die Kalimba in Madeira angelandet ist. Nachts auf dem Atlantik segeln – eine spezielle Erfahrung! Über uns der unendliche Sternenhimmel, unter uns einige tausend Meter Wasser und außer dem Windmesser und Kompass keine sichtbaren Orientierungsmarken mehr. Wellenberge und –täler muss man beim Steuern hauptsächlich nach Gefühl ausgleichen. Wie ziehen eine funkelnde Leuchtspur hinter uns her – phosphorisierendes Plankton – ein magischer Anblick. Simon der nach den Delphinbegegnungen für ein paar Stunden seelig in der Koje eingeschlafen ist, kommt gegen Mitternacht wieder an Deck.

Gegen 1 Uhr morgens laufen wir in den Hafen von Porto Santo ein und ankern im Hafenbecken. Erst morgen können wir nach einem Liegeplatz fragen. Unser Kapitän spendiert eine Runde Bier und Saft für die gelungene Überfahrt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zum Anfang springen